
Gemeinsam mit der AVAG Umwelt AG als Interessenvertreterin der Berner Gemeinden ziehen wir für das Jahr 2025 eine sehr erfolgreiche Bilanz.
Das Projekt Bern, das wir im Mai 2023 mit 50 Berner Sammelgemeinden gestartet haben, weist heute beeindruckende Eckdaten auf: Bereits 216 Gemeinden sind der Sammlung mittels Konzession beigetreten. Das entspricht fast 65 % aller Berner Gemeinden.
Die Akzeptanz unserer einheitlichen, durchgängigen und vom Amt für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern unterstützten Sammel- und Recyclinglösung ist in der Bevölkerung kontinuierlich gestiegen. Seit dem Start haben wir rund 4,9 Millionen kostenpflichtige Sammelsäcke in Umlauf gebracht. Allein im vergangenen Jahr konnten im Kanton Bern 1610 Tonnen Haushaltkunststoffe gesammelt und dem Recycling zugeführt werden (2023: 430 Tonnen; 2024: 1476 Tonnen). Dieses Ergebnis ist beachtlich und zeigt deutlich, dass sich auch das Sammeln vermeintlich kleiner Kunststoffanteile aus Haushalten lohnt.
Durch das Kunststoffrecycling im Kanton Bern konnten wir im Jahr 2025 rund 805’000 kg Neumaterial ersetzen, was einer Einsparung von etwa 2'415'000 Litern Erdöl entspricht. Das aus den gesammelten Berner Haushaltkunststoffen gewonnene Regranulat reicht beispielsweise für die Herstellung von rund 628'906 Metern Kabelschutzrohren – eine eindrückliche Menge. Kunststoffabfälle, die nicht rezykliert werden können, etwa Mischkunststoffe, führten wir der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zu und ersetzten damit 804'195 kg umweltschädliche Stein- oder Braunkohle. Insgesamt konnten gegenüber der thermischen Verwertung 4'556'300 kg CO₂-Emissionen eingespart werden, was einer Autofahrt von rund 35'070'043 km mit einem Mittelklassewagen entspricht.
Mit der neuen Verpackungsverordnung, die voraussichtlich ab Mitte 2026 in Kraft tritt, ändern sich auch die Rahmenbedingungen für die Sammlung von Plastikverpackungen und Getränkekartons aus Haushalten. Deshalb haben wir uns als Sammelsystem Bring Plastic Back entschieden, gemeinsam mit der InnoRecycling AG Mitglied bei RecyPac zu werden. Ziel ist es, innerhalb der Branchenorganisation die Kreislaufstärkung und die einheitliche Sammlung von Plastikverpackungen und Getränkekartons weiter voranzutreiben. Mit dem RecyBag bietet RecyPac dabei eine nahtlose Anschlusslösung für unser Sammelsystem.
Um die Transformation optimal zu gestalten, haben wir bereits erste Gespräche mit der AVAG Umwelt AG und RecyPac geführt. Derzeit arbeiten wir intensiv an tragfähigen Lösungen, damit das Projekt auch unter den neuen Rahmenbedingungen erfolgreich fortgeführt werden kann.
